Kassenpraxis

In meiner Praxis kann ich in begrenztem Umfang auch gesetzlich Krankenversicherte behandeln. Ich habe einen "halben Kassensitz" (offiziell "halber Versorgungsauftrag" genannt) und kann in diesem Rahmen medizinisch notwendige und sinnvolle ärztliche Beratungen und Psychotherapien nach den sog. "Psychotherapierichtlinien" zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung anbieten.


 

Als Facharzt für Psychosomatische Medizin bin ich spezialisiert auf die Erkennung, Einordnung und Behandlungen von Erkrankungen, bei denen ein Zusammenspiel von seelischen, körperlichen und sozialen Faktoren besteht. Hierbei geht es einerseits um die Entstehung, andererseits aber auch den Verlauf der Erkrankungen.

Krankheitsbilder

Zunächst geht es in meiner Sprechstunde darum, die vorhandenen Beschwerden einzuordnen. Hierbei ist es oft hilfreich, zu klären, welchem Bereich die Beschwerden zuzuordnen sind:
  • Psychosomatische Körpersymptome

    Ein häufiges Problem sind körperliche Symptome, bei denen der Haus- oder Facharzt keine klare körperliche Ursache finden kann, die die Art, das Ausmaß oder die Belastung durch die Beschwerden erklärt. Dies können z.B. sein:


    • Herzbezogene Beschweden (z.B. Herzrasen, Herzklopfen, Blutdruckschwankungen, Schwindel)
    • Verdauungsbeschwerden (z.B. Reizmagen, Reizdarm, Durchfälle, Bauchschmerzen)
    • Atemwegsbeschwerden
    • Blasenbeschwerden (Reizblase)
    • Schmerzzustände
    • neurologische Beschwerden (Schwindel, Gefühlsstörungen)

    Auslöser der Beschwerden sind oft akute oder chronische Belastungen wie  Arbeitsplatz- oder Partnerschaftskonflikte, Überforderungs- und Überlastungssituationen oder aber auch aktuelle Veränderungen der Lebenssituation.

  • Körperliche Erkrankungen mit psychosomatischen Einflüssen

    Bei vielen häufigen körperlichen Erkrankungen ist inzwischen wissenschaftlich gut belegt, dass psychische und soziale Faktoren das Auftreten und den Verlauf der körperlichen Erkrankung beeinflussen. Und andersherum können diese Erkrankungen natürlich belastende Auswirkungen auf den seelischen Zustand der Betroffenen und deren soziales Umfeld haben. All dies gilt z.B. für folgende Erkrankungen:


    • Koronare Herzkrankheit (KHK) und Herzinfarkt
    • Diabetes mellitus
    • Rheuma
    • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
    • Tinnitus

  • Seelische Erkrankungen

    Auch primär seelische Erkrankungen gehen häufig mit körperlichen Symptomen einher. Außerdem stellen sie häufig ein Risiko für die spätere Entwicklung körperlicher Erkrankungen dar. In der psychsomatischen Medizin werden sehr häufig behandelt:

    • Erschöpfungs- und Überlastungszustände
    • Burnout
    • Depressionen
    • Angststörungen (Panikattacken, Phobien)
  • Weitere Krankheitsbilder

    Als Facharzt für Psychosomatische Medizin habe ich viel Erfahrung auch in der Behandlung folgender Problembereiche:

    • Essstörungen (Anorexie bzw. Magersucht, Bulimie)
    • Chronische Schwierigkeiten, Beziehungen zu gestalten oder Emotionen zu regulieren

Von der Diagnose zur Therapie

Mit einem persönlichen Anruf in meiner Telefonzeit vereinbaren Sie einen Termin zum Erstgespräch  (-> Terminvereinbarung) . In diesem  haben Sie die Gelegenheit, ihre Beschwerden und Probleme zu schildern. Ziel ist es zunächst, ihre Beschwerden diagnostisch einzuordnen . Hierzu sind oft Vorbefunde hilfreich. Bei Bedarf tausche ich mich auch mit ihren vorbehandelnden Ärzten oder Therapeuten aus. Oft ist es auch notwendig, die Anamnese bei einem zweiten Termin um lebensgeschichtliche und soziale Aspekte zu erweitern.


Im nächsten Schritt geht es dann um die Planung des weiteren Vorgehens : ausgehend von Art und Dauer der Beschwerden, den bisherigen Behandlungsversuchen und ihrer Lebenssituation bespreche ich mit Ihnen, welche Behandlungsmöglichkeiten in Frage kommen. Neben einer ambulanten Behandlung in meiner Praxis können dies sein:

 

  • Überweisung zu einem anderen Facharzt
  • Medikamentöse Behandlung
  • Voll- oder teilstationäre Krankenhausbehandlung
  • Rehabilitation

 

Manchmal ist auch keine medizinische Maßnahme nötig. Auch in diesen Fällen versuche ich, sie im Hinblick auf andere Möglichkeiten zu beraten. So kann die Kontaktaufnahme zu einer Beratungsstelle oder einer Selbsthilfegruppe eine gute Lösung sein.

Therapeutische Leistungen

Folgende Leistungen biete ich in meiner Praxis vorwiegend an:

  • Sprechstunde

    Inhalte

    Im Rahmen der psychosomatischen bzw. psychotherapeutischen Sprechstunde finden die Erstgespräche und weitere Diagnostik statt.

    In manchen fällen findet auch eine längerfristige Betreuung in größeren Abständen im Rahmen der Sprechstunde statt.


    Rahmen

    Sprechstundentermine dauern meist 50min, in Einzelfällen auch nur 25min

  • Einzeltherapie

    Inhalte

    Die Einzelpsychotherapie kann bei fast allen Krankheitsbildern eingesetzt werden. Im regelmäßigen Einzelgespräch wird Schritt für Schritt an Ihrer Entwicklung gearbeitet.


    Rahmen

    Dauer: 50min

    Frequenz: anfangs wöchentlich, später auch 14tägig


    Methode

    In meiner Praxis führe ich die Psychotherapie als tiefenpsychologisch fundierte Therapie durch.

  • Gruppentherapie

    Inhalte

    Gruppentherapie ist eine besonders wirksame Psychotherapieform. Sie ist bei Beziehungsschwierigkeiten, sozialen Ängsten und Selbstwertproblemen besonders gut geeignet. 


    Rahmen

    Situngsdauer: 100min

    Frequenz: wöchentlich


    Gerne berate ich Sie, ob und wann ich Ihnen einen Gruppentherapieplatz anbieten kann.

Kostenübernahme

Da meine Praxis eine Kassenzulassung besitzt werden bei gesetzlich Krankenversicherten die Behandlungskosten von der Krankenkasse übernommen. Sie müssen nur beim Erstgespräch und zu Beginn jeden Quartals Ihre gültige Versichertenkarte vorlegen. Eine Überweisung ist nicht notwendig (aber natürlich möglich).


Bis zu 3 Sprechstundentermine und maximal 4 Probesitzungen können so direkt in Anspruch genommen werden.


 Soll dann eine weiterführende Therapie erfolgen, ist ein Antrag bei der Krankenkasse notwendig, den ich für Sie vorbereite. Je nach Verlauf und Krankheitbild können hier kürzere oder längere Therapien beantragt und auch verlängert werden. Selbstverständlich können Sie die Therapie zu jedem Zeitpunkt beenden.


 Zu beginn der Therapie klären wir außerdem, wer ggf. Berichte über die Therapie erhalten soll (Schweigepflichtsentbindung) und welche Regelungen bei ausgefallenen oder abgesagten Therapiestunden gelten.